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Bis zu meinem 35sten Lebensjahr habe ich eigentlich nichts geschrieben, warum ich damit aufgehört habe, weiß ich bis heute nicht. Vielleicht gibt es ja doch eine Muse, die einen im Schlaf besucht und küsst und dann legt man los. Bis dato hatte ich nur gelesen, vorzugsweise alles was lustig war, weil meine technisch geprägte Ausbildung zu viel trockene Literatur beinhaltete, suchte ich darin einen Ausgleich. Ich verschlang Bücher von Kishon und bei jeder Zeitschrift, die mir in die Hände fiel, schlug ich zuerst die Witzeseite auf. Ausnahme war der Playboy, da bevorzugte ich natürlich die hochinteressanten Berichte, bevor ich mich dem Faltblatt widmete, auf dessen Rückseite die Witze zu finden waren.
Meine weitere Theorie ist: wenn man jahrelang Humor in sich aufgesogen hat, dieser irgendwann wieder raus muss. Jedenfalls versuchte ich mich von 1996 bis 2000 als Redakteur der Hauszeitung im Oststadtkrankenhaus des heutigen Klinikums Hannover. Da die Resonanz auf meine Geschichten positiv war, hörte ich nicht mehr mit dem Schreiben auf. Bis ich soviel Geschichten zu Papier gebracht hatte, dass ich daraus ein Buch zusammen stellten konnte. Und das möchte ich Ihnen an dieser Stelle wärmstens empfehlen – was bleibt mir auch anderes übrig?
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